Die materialistische Lehre, daß die Menschen Produkte der Umstände und der
Erziehung, veränderte Menschen also Produkte anderer Umstände und
geänderter Erziehung sind, vergißt, daß die Umstände eben von den Menschen
verändert werden und daß der Erzieher selbst erzogen werden muß. Sie kommt
daher mit Notwendigkeit dahin, die Gesellschaft in zwei Teile zu sondern,
von denen der eine über der Gesellschaft erhaben ist.
Das Zusammenfallen des Änderns der Umstände und der menschlichen Tätigkeit
kann nur als umwälzende Praxis gefaßt und rationell verstanden werden.

Goodbye Kapital

Warum die Menschen dem Geld dienen und wie sie sich davon befreien könnten

Unter dem oben stehenden Titel haben zwei Autoren von assoziation.info ein Buch veröffentlicht, das ab Juni 2019 im Handel verfügbar ist. Die Einleitung kann an dieser Stelle bereits vorab gelesen werden. Für Neuigkeiten beachtet unseren Facebook-Auftritt.

Hier folgt zunächst mal der Klappentext:

Warum steht Geld, das doch von Menschen geschaffen und entwickelt wurde, nicht in ihren Diensten, sondern über ihnen? Das fragte zuletzt die Occupy-Bewegung, die als Reaktion auf die große Wirtschaftskrise von 2007 entstand. Die Bewegung zerfiel jedoch, ohne dass eine Antwort auf ihre gute Frage entwickelt wurde. Auch die neuen Sozialproteste, etwa in Frankreich oder die entstehende Klima- und Mieterbewegung, werden das Geldrätsel lösen müssen, wenn sie nachhaltig etwas verändern wollen. Schließlich ist es der gnadenlose Mechanismus der Profitmacherei, der zu sozialen Verwerfungen führt und durch den wir auf einen ökologischen Kollaps zusteuern.

Was ist nun das Wesen des Geldes? Warum ist es heute zum Kern des Gemeinwesens geworden? Angelehnt an Karl Marx werden diese Fragen geklärt und eine Perspektive entwickelt, wie unsere moderne Gesellschaft sich auf eine neue Basis stellen könnte, auf deren Grundlage Geld und Gewinnwirtschaft überholt wären. Eine Gesellschaft mit nachhaltigem Wohlstand und mehr freier Zeit für alle ohne dass die Menschen sich der zwingenden Logik des Geldes unterwerfen müssen.



diem25: green new deal & klimakrise

in einem ersten artikel zur eu-wahl hatten wir argumentiert, dass es durchaus angebracht ist, seine stimme bei den europawahlen für „DiEM 25 Demokratie in Europa“ zu geben. zwar geht es auch dieser gruppierung nur um ein bürgerliches reformprojekt, allerdings würde die von ihnen angestrebte europaweite, demokratisch legitimierte gesamtsteuerung den boden für eine wirkliche soziale umwälzung verbessern.

nachdem nun ein wahlwerbespott von diem25 erschienen ist, wollen wir diese kritik grundsätzlich vertiefen, bzw. am beispiel des videos konkretisieren. es geht in diesem video um den von diem geforderten „green new deal“, der den klimawandel stoppen soll. dieses video gibt es hier in deutscher und hier in englischer sprache.

vollkommen richtig wird zunächst festgestellt, dass es heute um eine „existenzielle klimakrise“ geht, in der die europäer gemeinsam handeln müssen. dies ist eigentlich logisch, denn die globalen herausforderungen unserer zeit können die kleinen nationalstaaten niemals alleine stemmen. in zeiten des nationalistischen backslash, der bis weit in die linke hinein reicht, ist diese erkenntnis allerdings erfrischend deutlich formuliert.

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Enteignen

„Deutsche Wohnen & Co enteignen“ – Der Ruf nach Eingriffen in die herrschende Eigentumsordnung wird lauter. Und das ist gut so. Denn wer ernsthaft gegen die sozialen (und ökologischen etc.) Verwerfungen in dieser Gesellschaft vorgehen will, wird zwangsläufig auf die Eigentumsfrage als DIE Kernfrage stoßen. Und wo deshalb, wie grade in Berlin, die Enteignung von Wohnungs- oder anderen Unternehmen gefordert wird, sind solche Bestrebungen unbedingt zu unterstützen. Hierbei geht es um nichts weniger als unsere gemeinsamen Lebensgrundlagen: Wem sollen die Fabriken, Häuser usw. gehören?

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europawahl 2019 – gibt es etwas zu wählen?

menschen, die die gesellschaft umwälzen wollen, haben in bürgerlichen demokratien nicht viel zu wählen. so auch bei den europawahlen 2019. allgemein wird zwar beschworen, man müsse einen rechtstrend stoppen und „europa“ retten. aber beruht dieser rechtstrend nicht gerade auf dem „europa“, wie es bisher funktionierte? müsste sich dieses „europa“ also nicht grundlegend ändern, um die rechten zu stoppen? reicht es dazu, wie die grünen ein etwas ökologischeres oder wie die linken ein etwas sozialeres oder wie alle ein etwas demokratischeres „europa“ zu versprechen? wohl eher nicht.

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