Die materialistische Lehre, daß die Menschen Produkte der Umstände und der
Erziehung, veränderte Menschen also Produkte anderer Umstände und
geänderter Erziehung sind, vergißt, daß die Umstände eben von den Menschen
verändert werden und daß der Erzieher selbst erzogen werden muß. Sie kommt
daher mit Notwendigkeit dahin, die Gesellschaft in zwei Teile zu sondern,
von denen der eine über der Gesellschaft erhaben ist.
Das Zusammenfallen des Änderns der Umstände und der menschlichen Tätigkeit
kann nur als umwälzende Praxis gefaßt und rationell verstanden werden.

Goodbye Kapital

Warum die Menschen dem Geld dienen und wie sie sich davon befreien könnten

Unter dem oben stehenden Titel haben zwei Autoren von assoziation.info ein Buch veröffentlicht, das ab sofort überall im Handel verfügbar ist. Aus Gründen der Nachhaltigkeit am besten direkt beim Hersteller bestellen.  Die Einleitung kann an dieser Stelle vorab gelesen werden.

Hier folgt zunächst mal der Klappentext:

Warum steht Geld, das doch von Menschen geschaffen und entwickelt wurde, nicht in ihren Diensten, sondern über ihnen? Das fragte zuletzt die Occupy-Bewegung, die als Reaktion auf die große Wirtschaftskrise von 2007 entstand. Die Bewegung zerfiel jedoch, ohne dass eine Antwort auf ihre gute Frage entwickelt wurde. Auch die neuen Sozialproteste, etwa in Frankreich oder die entstehende Klima- und Mieterbewegung, werden das Geldrätsel lösen müssen, wenn sie nachhaltig etwas verändern wollen. Schließlich ist es der gnadenlose Mechanismus der Profitmacherei, der zu sozialen Verwerfungen führt und durch den wir auf einen ökologischen Kollaps zusteuern.

Was ist nun das Wesen des Geldes? Warum ist es heute zum Kern des Gemeinwesens geworden? Angelehnt an Karl Marx werden diese Fragen geklärt und eine Perspektive entwickelt, wie unsere moderne Gesellschaft sich auf eine neue Basis stellen könnte, auf deren Grundlage Geld und Gewinnwirtschaft überholt wären. Eine Gesellschaft mit nachhaltigem Wohlstand und mehr freier Zeit für alle ohne dass die Menschen sich der zwingenden Logik des Geldes unterwerfen müssen.

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‚Wirtschaftsweise‘, IG Metall, Klimakrise und soziale Frage

Weil dieser Kaffee hier stinkt
Und weil er scheiße schmeckt
Und Greenwashing Gewalt nicht löst
Sondern versteckt
An Märkte glauben bis zum Mond
(Pascow)

Von ‚Fridays for Future‘ vor sich hergetrieben hat so ziemlich jede Partei und politische Strömung seit dem Frühsommer ein Klimapapier vorgelegt. Da wundert es nicht, dass sich nun mit dem ‚Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung‘ (besser bekannt unter dem Euphemismus ‚Wirtschaftsweise‘) und der IG Metall zwei äußerst einflussreiche Player der Bundespolitik zu Wort bzw. im letzteren Falle sogar zur Tat melden.

Die ‚Wirtschaftsweisen‘ machen es sich dabei so einfach, dass man heulen möchte. „Die aktuelle Debatte bietet die historische Chance, die kleinteilige, teure und ineffiziente deutsche Klimapolitik so umzustellen, dass die Bepreisung von CO2 im Zentrum steht“ heißt es einleitend und inhaltlich auch schon abschließend vom Vorsitzenden des Sachverständigenrates. Kernpunkt ist dabei der europäische Emissionshandel (EU-ETS), also der Versuch, CO2-Ausstoß über die Ausgabe gehandelter Zertifikate einen Preis zu geben (‚Bepreisung‘). Really? Die Idee für die ETS gibt es bereits seit Anfang der 1990er Jahre. Nach 10 Jahren hartem Verhandeln sind sie seit 2005 auf dem Markt. Aber seither haben sie rein gar nichts gebracht. Faktisch ist seither klimatechnisch alles viel schlimmer geworden. Aber – so unsere Marktversteher – wenn man an diesen ETS jetzt nur noch ein bisschen weiter schraubt soll alles gelöst sein. Tatsächlich meinen die ‚Weisen‘ das ernst, sonst könnten sie kaum hinterherposaunen: „Nicht sinnvoll ist es, über die europäisch vereinbarten Ziele hinaus weitere nationale oder gar sektorale Ziele anzustreben“.

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Das Rixinger-Papier: Die LINKE zum Klima

Am 28. Juni 2019 meldeten sich Bernd Riexinger und Lorenz Gösta Beutin von der Partei Die Linke zum Thema „Das Klima, nicht den Kapitalismus retten“ zu Wort. Ist es von Bedeutung, dass nicht die Partei, sondern nur zwei – aber immerhin unter Linken prominente Mitglieder, Riexinger ist ja Vorsitzender – Mitglieder das Wort ergreifen? Jedenfalls liest sich der Text wie ein Appell an die Mitglieder, der ein Appell an die Gesellschaft sein und besonders die Klimaaktivisten ansprechen möchte. Die Formulierungen sind umständlich und verschwommen, irgendwie will man eine andere Gesellschaft, aber man traut sich nicht, es zu deutlich zu formulieren.

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Klimakrise, Reform & Revolution

Plötzlich ist der menschengemachte Klimawandel in aller Munde und hat einen bedeutenden Platz in der gesellschaftlichen Diskussion. Friedrich Merz kritisiert Merkel für verfehlten Klimaschutz, Markus Söder fordert einen schnelleren Ausstieg aus der Kohleförderung und selbst die Berliner AfD-Jugend stellt fest, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Hätte irgend jemand noch zu Anfang diesen Jahres eine solche Entwicklung prognostiziert, er wäre für verrückt erklärt worden. Vielmehr waren Depressionen bei allen vorprogrammiert, die sich ernsthaft mit dem Klimathema auseinandergesetzt hatten. Dabei sind die Fakten, um die nun vollkommen zurecht endlich Aufsehen gemacht wird, alles andere als neu. Seit Jahren pocht der Mainstream der Wissenschaft darauf, dass alle Vorhersagen zum Klimawandel, die es seit Jahrzehnten gibt, richtig sind und einzig das Manko haben, dass alles viel schneller geht als befürchtet bzw. prognostiziert.

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