Die materialistische Lehre, daß die Menschen Produkte der Umstände und der Erziehung, veränderte Menschen also Produkte anderer Umstände und geänderter Erziehung sind, vergißt, daß die Umstände eben von den Menschen verändert werden und daß der Erzieher selbst erzogen werden muß. Sie kommt daher mit Notwendigkeit dahin, die Gesellschaft in zwei Teile zu sondern, von denen der eine über der Gesellschaft erhaben ist.
Das Zusammenfallen des Änderns der Umstände und der menschlichen Tätigkeit kann nur als umwälzende Praxis gefaßt und rationell verstanden werden.

Kapital kann kein Klima

Die Profitinteressen der Mächtigen verhindern den dringend benötigten sozialökologischen Fortschritt. Die Suche nach Konsens und Kompromiss ist deshalb vergebens. Ein anderes Arbeiten, Bauen und Wohnen, andere Formen von Mobilität müssten stattdessen die entscheidenden Fragen der politischen Auseinandersetzung werden – und zwar gegen die kapitalistischen Profitinteressen. Auch die sozialen Verwerfungen des Kapitalismus sind nicht mehr zu ertragen und können nicht von der ökologischen Frage getrennt werden.

Statt des Schulterschlusses mit den Regierenden sollte die junge Umweltbewegung deshalb das Bündnis mit den Lohnabhängigen suchen – Öko als Klassenkampf! http://www.kapital-kann-kein-klima.de



Berlin 2030 klimaneutral!

In Berlin werden wieder Unterschriften gesammelt. Unter anderem für das „Volksbegehren über ein klimaneutrales Berlin ab 2030“. Ziel des genannten Begehrens ist es, die Ambitionslücke zwischen dem bisherigen Anspruch und dem Pariser 1,5 Grad Ziel zur Reduzierung von Treibhausgasen zu schließen.

Der bisherige Anspruch der Stadt Berlin ist tatsächlich mau: Das Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz nennt als Ziel, die (berliner) CO2 Emissionen bis 2045 um 95% (gegenüber 1990) zu reduzieren. Das Volksbegehren will das Gesetz dahingehend ändern, dass dieses Ziel verpflichtend bis 2030 erfüllt wird. Darüber hinaus soll diese Reduktion auch für alle anderen Treibhausgasemissionen verpflichtend festgeschrieben werden. Auch neu: Eine Erhöhung der Warmmiete, die sich aus den Gesetzesfolgen ergibt, soll vom Land übernommen werden. Und: Eine Kompensation, also ein Freikaufen, soll „solange weitere Reduktionen möglich sind“ vermieden werden.

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‚Planwirtschaft – Arbeitszeitrechnung, Staatssozialismus Ökologie‘ (2022) und ‚Goodbye Kapital‘ (2020)

Anfang 2022 ist der von uns herausgegebene Sammelband ‚Planwirtschaft‘ in der Reihe ‚Linke Klassiker‘ erschienen. Dieser enthält eine Textsammlung, die sich mit dem Thema des geplanten Wirtschaftens beschäftigt und ist als Ergänzung zu unserem ersten Buch zu sehen, welches die Arbeitszeitrechnung einführt und begründet.

‚Warum die Menschen dem Geld dienen und wie sie sich davon befreien könnten‘ war der Arbeitstitel unseres Buches ‚Goodbye Kapital‘, welches 2020 nach einigen Überarbeitungen final bei Papy Rossa erschien. Bereits die Occupy-Bewegung fragte nach der großen Krise 2007 warum das Geld, das doch von Menschen geschaffen und entwickelt wurde, nicht in seinen Diensten steht, sondern über ihm. Auch die junge Ökologiebewegung sowie neuere Sozialproteste stoßen immer wieder auf dieses Geldrätsel und werden es lösen müssen, wenn sie dauerhaft etwas verändern wollen. Schließlich ist es der gnadenlose Mechanismus der kapitalistischen Profitmacherei, der uns in rasender Geschwindigkeit auf einen ökologischen Kollaps zusteuern lässt und dabei zu immer härteren sozialen Verwerfungen führt. weiterlesen >>



Gemeinsamkeit von Groko, Jamaika und Ampel

Kommentar zur Bundestagswahl und Klimakrise

Bei allen, die sich erhofft hatten, die Bundestagswahl 2021 würde zur Klimawahl werden, ein Fanal für mehr Ökologie setzen oder am Ende gar zu einer Klimakanzlerin führen, muss die Enttäuschung groß gewesen sein. Allen Extremwettern und Katastrophen der letzten Jahre, Monate und Wochen zum Trotz, die Wahlen bestätigten nur, was die Umfragen des Sommers vorausgesagt hatten. Nicht einmal 15 % für die Grünen, und die LINKE, welche die meisten grünen Klimaversprechen abgeschrieben hatte und diese teilweise um einige Nuancen verschärfte, musste sogar katastrophale Einbußen hinnehmen. Auch Kleinstparteien wie etwa die Klimalisten oder die ÖDP, die sich dem Klima und der Ökologie verschrieben hatten, konnten keine nennenswerten Erfolge vorweisen.

Das merkwürdige dabei: Nach ihren größten Ängsten, Sorgen und Befürchtungen befragt, nennen die Deutschen in ziemlich allen Umfragen den „Klimawandel“ an Platz eins. In Wahlerfolge lassen sich diese Ängste allem Anschein nach bisher allerdings nicht so einfach ummünzten. Dabei waren die Programme von Grünen und LINKEN schon so zaghaft und vorsichtig in ihren Forderungen geschrieben, dass Klimaaktivist:innen erschreckt und das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) nüchtern feststellten, dass selbst bei 100%iger Umsetzung die CO2-Einsparungen nicht reichen würden, um auch nur die Klimaschutzziele von Paris einzuhalten. Besteht hier ein Widerspruch zwischen der hohen Wertschätzung des Klimaschutzes in Umfragen und der realen Wahlentscheidung in der Bevölkerung Deutschlands?

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